Donnerstag , September 5 2019
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Vorwort und Fazit zur Myanmar-Reise

Goldener Fels in Bagan.

Goldene Pagoden und ein vom Tourismus noch weitgehend unberührtes Land:  So habe ich mir Myanmar vorgestellt. Für mich war daher klar, dass ich den südostasiatischen Staat besuchen wollte, als sich die politische Lage zu verbessern schien. Nach zwei Wochen im Land muss ich allerdings eine eher durchzogene Bilanz ziehen: Selbst wenn man das Problem bei Seite lässt, dass man mit seinem Besuch eine menschenverachtende Militärdiktatur unterstützt, wird man schnell feststellen, dass das Land für Reisegäste weniger zu bieten hat, als die umliegenden Länder.

Am meisten enttäuscht hat mich das Essen. Von Myanmar, das geographisch zwischen den kulinarischen Hochkulturen China, Indien und Thailand liegt, sollte man eigentlich eine leckerere Küche erwarten können. Das Gegenteil ist der Fall: Gegessen werden hauptsächlich fettige Currys, die kaum je über Geschmack verfügen. Sie sind oft noch nicht einmal scharf. Nur den Grünteeblätter-Salat fand ich uneingeschränkt lecker.

Ein weiteres Problem stellt die schlechte Infrastruktur dar. Zwar fahren Busse und Züge an viele wichtige Orte. Aber dann wiederum ist es kaum möglich, mit dem öffentlichen Verkehr vom Bahnhof die Innenstadt zu erreichen. Man ist auf die überteuerten Taxis angewiesen. Ebenfalls teuer und schlecht sind – von einigen erfreulichen Ausnahmen abgesehen –  die Hotels. In der Preisklasse unter 20 Euro haben nur ganz wenige heisses Wasser. Das benachbarte Laos hat da einiges mehr zu bieten.

Besonders frustrierend ist jedoch, dass noch immer grosse Teile des Landes nicht besucht werden können. Es ist zu hoffen, dass sich im Land bald der Frieden ausbreitet und sich Myanmar endlich echt öffnen kann.

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