Ubud: Die Ruhe in den balinesischen Reisfeldern

Wer seine Ruhe will, kann in Ubud eine Villa mitten in den Reisfeldern mieten.

Ubud gilt als die kulturelle Seele von Bali. Gleichzeitig ist es jedoch auch eine der bedeutendsten Touristenhochburgen auf der Insel. Wie sich diese beiden Dinge zu einer guten Mischung vermengen lassen, davon berichte ich in diesem Beitrag.

Auf eine Wechat-Nachricht von mir hatte mein ehemaliger Arbeitskollege „Bernie von Bern“ gefragt: „Ist Bali wirklich so schlimm wie alle sagen?“ Nein, musste ich antworten, das ist es mit aller Entschiedenheit nicht. Indonesier bezeichnen die Insel als das Paradies auf Erden und die vielen wiederkehrenden Touristen sind Jahr für Jahr von der idylischen Insel begeistert. Ich werde wohl in den nächsten Tagen im Weltreisemagazin ein Beitrag dazu schreiben, wieso viele Backpacker und Individualreisende Bali nicht mögen. Doch hier will ich nun vorallem von meinen Eindrücken aus Ubud berichten.

Ein Makake in einem der zahlreichen Affenwälder rund um Ubud.

Dass man sich dem Zentrum vom Ubud nährt, merkt man vor allem am Ausländeranteil auf den Strassen. Kaum ist man die Monkey Forest Street eingebogen, gehen die Einheimischen regelrecht unter. Hier hält der Minibus. Sofort werden wir von einer Menge von Provisionsgeiern um ringt, die uns in das meistzahlende Hotel bringen wollen.  Nach einer Minute haben wir sie abhängt und müssen uns nur noch an den endlosen Taxifahrern, die jeweils mit kleinen Schildern auf sich aufmerksam machen wollen, und der überraschend hohen Zahl an bettelnden Frauen (meist mit Kind) vorbeischleichen.

Weit weg vom Partytourismus

Dennoch findet sich hier nicht der Party-Tourismus, den man vom Koto-Beach, 30 Kilometer weiter südlich kennt. Hier ziehen keine Frauen ihren BH aus und schwingen ihn beim wilden Tanz um sich. Viel mehr lebt gewissermassen eine alte Tradition unter den Reisenden weiter.

Vor vielen Jahren war Ubud nämlich ein Zentrum für Intellekteuelle aus aller Welt. Vicky Baum verbrachte eine Weile hier (ihr Buch Liebe und Tod auf Bali findet man an allen Ecken). Auch Elizabeth Gilbert, die den unsäglichen Roman Eat, Pray, Love geschrieben hat, verbrachte eine Weile hier. Folgt man den Zettel, die an verschiedenen Orten aushängen, tummeln sich noch mehr Künstler, Schriftsteller und Maler (und solche, die es noch werden wollen) in Ubud.

So sieht der Eingang zu unserem Homestay aus.

Der Grund für die Beliebtheit könnte die Ruhe sein, die man in der Umgebung von Ubud findet. Es braucht nur einen Fussmarsch von 15 Minuten und man befindet sich mitten in den Reisfeldern. Vielleicht mögen die vielen Reisenden Ubud aber auch, weil die Homestays vor Ort schlicht hervorragend sind. Zum Beispiel der Ort, wo ich unterkam: Von der Hauptstrasse führt ein kleiner Weg in einen Innerhof, in dem ein reichhaltig dekorierter Familientempel steht. Hier liegen Blumen rum, über denen die Haushühner gackernd stolzieren. Im Seitenflügel lebt die Familie während im hinteren Bereich drei geräumige und saubere Zimmer auf Kundschaft warten.

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