Tangalle und Unawatuna: Die Strände des Südens

Am Strand von Unawatuna

Die Aussagen zu den Stränden im Süden von Sri Lanka, die ich im Verlauf der Reise gehört habe, gehen weit auseinander. Die drei klaren Favoriten waren jedoch Tangalle, Mirissa und Unawatuna. Ich machte mich deswegen daran, mir ein eigenes Bild von den Badeorten zu verschaffen.

Der Strand von Tangalle hat mehr Hunde als Badeurlauber

Nach einer rund vierstündigen Fahrt ab Ella, erreichte ich am späteren Nachmittag Tangalle. Die Hitze ist drückend, trotzdem mache ich mich zu Fuß zum Strand auf. Es handelt sich dabei um einen rund zwei Kilometer langen Küstenabschnitt mit relativ feinem, gelbem Sand. An der Küsten Straße reiht sich ein Hotel an das andere. Meistens sind das – wie in Sri Lanka üblich – kleinere Homestays mit drei bis fünf Zimmern. Ich schaue mir eine ganze Reihe an und nehme schließlich das Zimmer nicht im besten Hotel, sondern in dem ich zu müde wurde, um weiterzusuchen.

In Tangalle ist wenig los. Ich weiß nicht, ob das am Ort oder an der Jahreszeit liegt. Die zahlreichen Restaurants sind jeweils fast leer und auch am Strand kann man weitaus mehr streunende Hunde als Touristen finden. Die Vierbeiner kommen regelmäßig zu den Reisenden am Strand und beschnuppern sie im besten Fall oder bellen sie vereinzelt auch an. Da die Wellen zudem so hoch sind, dass man wohl gut surfen, aber kaum schwimmen kann, ist der Entschluss zur weiterreise schnell gefasst.

Am menschenleeren Strand von Tangalle.

Den Strand von Mirissa schaue ich mir lediglich durch das Fenster des TATA-Busses an, in dem der Fahrer lautstark die neusten lokalen Hits abspielt. Ich bin immer wieder erstaunt, dass die Busbetreiber so viel in die Soundanlage investieren. Es ist üblich, dass alle paar Meter Lautsprecher von einer Größe eingebaut werden, welche wohl den meisten Leuten selbst für das Wohnzimmer etwas überdimensioniert erscheinen würden.

Dieser Bus hatte jedoch als erster auch einen Bildschirm, auf dem man die Sänger sehen konnte. Die Musik, welche sehr ähnlich wie indischer Pop klingt, wird von jeweils anderen Musikern vorgetragen. Der erste Sänger sieht mit seinen tätowierten Armen wie ein Heavy Metall Gitarrist aus – doch singen tut er leichten und seichten Lokal-Pop. Der nächste Sänger ist ein Mann um die 40 Jahre mit schütterem Haar. Er trägt einen Anzug und eine silbrige Brille. Leicht könnte er als Bankangestellter durchgehen. Die Musik der beiden klingt – zumindest für meine europäisch geprägten Ohren – trotz ihres unterschiedlichen Outfits genau gleich.

Auf dem Gemüsemarkt von Unsawatuna

Unawatuna ist einiges lebhafter als Tangalle. Am Strand liegen zahlreiche Europäer, die ihren weißen Bäuchen bereits einen urlaubsmäßigen Rotstich verpasst haben. Hier hatte 2004 der Tsunami wüste Schäden verursacht. Heute sieht man davon – mit Ausnahme einer öffentlichen Toilette – nichts mehr vom Unglück. Die Hotels und Restaurants befinden sich wieder direkt am Strand.

Dass es mehr Besucher nach Unawatuna zieht hat einen Grund. Zum einen liegt das wohl auch daran, dass dieser Strand nur etwa drei und nicht fünf Fahrstunden vom internationalen Flughafen entfernt liegt. Wichtiger dürfte aber die Tatsache sein, dass es vor der Bucht ein Korallenriff gibt, das die Wellen bereits weit außen bricht. Auch wenn der Wellengang bei meinem Besuch noch immer relativ hoch war, konnte man dennoch gefahrlos ins Wasser gehen.

2 Responses to Tangalle und Unawatuna: Die Strände des Südens

  1. weltenirrer sagt:

    …in Tangalle ist nichts los…
    Wenn du Ballermann suchst, musst Du doch in Unawattuna fündig geworden sein, aber MALLORCA IST BILLIGER !!!
    ÜBRIGENS :
    SRI LANKA sollte man nach der Erhebung von Visa-Gebühren ab 01.01.2012 tunlichst meiden, denn damit werden die Kredite für die Waffen gegen die Tamilen bestritten !!!!!!!!!!!!!

    • Oliver sagt:

      Brauchte man vor einem halben Jahr noch kein Visum für Sri Lanka? Naja, die 20 Euro sind ja noch einigermassen im Rahmen. Mich hat mehr gestört, dass die Eintrittspreise für touristische Attraktionen im Jenseits lagen. Aber damit ist Sri Lanka ja im Trend mit anderen Ländern in der Region.

      Den Vergleich mit dem Ballermann will ich nun mal nicht weiter kommentieren. Als ich in Tangalle war, gab es am Strand in Sichtweite genau zwei andere Touristen und sämtliche Restaurants, die ich besuchte, waren vollkommen menschenleer.

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