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Cherating, 1.9.2000

Hallo Ihr,

hm, ihr werdet nun wohl denken, was ist mit dem los, dass er schon wieder heimmailt – eigentlich ist nichts Besonderes los, und das genau lässt mir die Zeit und Muße, Euch ein Mailchen zu schreiben.

Der Strand von Cherating

Gestern, am 31. August war in Malaysia Nationaltag. Damit die Leute das auch genügend feiern können, hat die Regierung die ganze Woche zu Ferien erklärt. Das hat zur Folge, dass unheimlich viele Malaien diese Zeit nützen, um sich ihr eigenes Land anzusehen. Das ist zwar eigentlich eine gute Sache, nur führe es auch dazu, dass die  Busse über längere Zeit ausgebucht sind. Für mich hatte das die Konsequenz, dass ich, nachdem ich am Dienstag in Cherating (etwa 50km nördlich von Kuatan, woher ich das letzte Mail schrieb) angekommen bin, feststellen musste, dass bis zum folgenden Montag alle Busse voll sind. Deshalb bin ich in einem kleinen Dorf, das früher hauptsächlich von Fischern bewohnt wurde und heute ein paar kleine Hotels (und etwa 10km von hier auch einen Club Med – aber von den Leuten hört und sieht man zum Glück nichts) für Billigreisende birgt, gestrandet. Der Ort ist sehr lieblich, da der nahe feinsandige Strand sehr flach ist (deshalb ist das Wasser auch nicht wirklich eine Erfrischung) und zum baden einlädt. Ich habe ein paar wunderschöne Fotos von hier geschossen – einen halben Film verknippst… allerdings hat er den Nachteil, dass hin und wieder ein paar Quallen durch die Gegend schwirren. Gestern hat ein Amerikaner (er wohnt nur etwa 2 Hütten von mir entfernt) einen „Streifzug“ gemacht. Aber außer drei Stunden Brennen ist dem guten Mann nichts passiert und heute sah ich ihn schon wieder im Wasser. Ich bin seither auch jeden Tag mindestens eine Stunde schwimmen gewesen, das ist wirklich wunderbar, aber nachdem ich heute drei ausgetrocknete Quallen am Strand liegen gesehen habe, hat sich in mir eine gewisse Neorose gebildet und ich weiß nicht, ob ich morgen nochmals reingehe, denn diese Dinger sieht man wirklich fast nicht…

Kapas: Sonnenbrand an den einsamen Stränden

Der Strand von der Insel Kapas

Da ich wusste, dass eine Reise in Indien kein Schokoladekuchen-Essen sein würde, entschloss ich mich, von Peking nach Kalkutta ein paar Tage in Malaysia zu bleiben. Dass ich ausserdem  mit einem Flug mit dem malaysischen Low-Cost-Carrier Air Asianoch Geld sparen konnte, hat mich in meinem Entscheid bekräftigt. Ich fuhr also unverzüglich nach Cherating, wo ich vor etwa zehn Jahren schon einmal und was sich als ein hervorragender Ort empfahl, um die doch etwas lange Busreise zu unterbrechen. Der Ort hatte sich seither kaum verändert. Es gibt noch immer die gleichen Barik-Tücher, die man überall malen kann. Nur das Guesthouse, in dem ich damals mit dem Besitzer anfreundete, hatte ein anderes Gesicht.

Perhentian-Islands: Baden zwischen den Booten

Am Strand der Perhentian-Inseln.

Nachdem ich im Februar von der Insel Kapas begeistert war, wollte ich doch noch mehr Orte vor der malaysischen Küste abklappern. Auf Grund meines chinesischen Lohns war es nicht schwer, einen passenden Ort zu finden: Die Perhentian-Inseln. Alles andere wäre zu teuer geworden.

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