Sanya: Backpacking leicht gemacht

Am Strand von Sanya

So hatte ich mir das tropische Paradies nach drei Monaten in der Schweiz nicht vorgestellt: Es regnet in Strömen. Chris kommt persönlich mit dem Regenschirm zum Taxi, um mich in Empfang zu nehmen. „Service ist alles“, lächelt er. Chris, der Besitzer des Hotels Sanya Backpacker ist knapp 40 Jahre alt und stammt aus Singapur. Einen Nachnamen hat er nicht – zumindest scheint es so, denn jeder seiner rund 20 Gäste nennt ihn beim Vornamen. Auch Chris kennt alle – eine Art der Gastfreundschaft, wie man sie in China selten erlebt.

Perhentian-Islands: Baden zwischen den Booten

Am Strand der Perhentian-Inseln.

Nachdem ich im Februar von der Insel Kapas begeistert war, wollte ich doch noch mehr Orte vor der malaysischen Küste abklappern. Auf Grund meines chinesischen Lohns war es nicht schwer, einen passenden Ort zu finden: Die Perhentian-Inseln. Alles andere wäre zu teuer geworden.

Taman Negara: Ausser Echse nichts gewesen

 

Der Canopy Walk führt auf rund 40 Metern Höhe durch die Wipfel des Urwalds im Taman Negara

Es herrschte Hektik in Taman Negara. „Check-in?“, fragt Joe, der Guesthouse-Besitzer, eine kleine Holzhütte mit drei kleinen Massenschlafsälen. „Sucht euch einfach zwei Betten aus und sagt mir später, wo ihr seid.“ Der Grund für die Hektik: Ein Tourist war im Urwald verschwunden. Vor drei Tagen war der junge Mann alleine aufgebrochen und bis jetzt immer nicht zurückgekommen. Nun wollte der Besitzer des Guesthouses, in dem wir unterkamen, einen Suchtrupp zusammenstellen. Mit anderen Leuten aus dem Dorf werden sie den Wald  durchkämen und systematisch nach dem Vermissten suchen.

Kalkutta: Unterwegs mit der letzten Strassenbahn Indiens

Das Victoria Memorial ist eines der Wahrzeichen von Kalkutta.

Nach einer recht unbeschwerlichen Bahnfahrt von Varanasi begann Kalkutta gleich mit einer Enttäuschung: Ich hatte hier eigentlich Kerry treffen wollen. Die gute Freundin von mir hatte im vergangenen Jahr bei uns in Peking auf der Redaktion  ein Praktikum gemacht und arbeitet nun als Flugbegleiterin bei Lufthansa.

Varanasi: Die Stadt des Lichts

Mädchen, das an den Ghats von Varanasi Henna-Farbe verkauft.

Wie zuvor in Agra war ich mir auch bei Varanasi nicht sicher, ob ich die heilige Stadt wirklich besuchen soll. Ich hatte Respekt vor den verrückten Heiligen, die nackt durch die Gegend ziehen, der regelrechten Sterbeindustrie am Gangesufer und dem unglaublichen Schmutz, von dem alle Reisenden berichten. Dazu kam, dass es unter den Touristen, die man in Indien immer wieder trifft, einen Diskurs gibt, der Varanasi zu einem Heiligtum des Backpackens stilisiert: Wer Varanasi übersteht, der ist indientauglich.

Bhopal: Ein Nachmittag im ethnologischen Museum

Eines der Ausstellungsobjekte im ethnologischen Museum von Bhopal.

Ich weiss nicht, was es war, das den Ausschlag gegeben hat, die Reise in Bhopal zu unterbrechen. Vielleicht weil der Name wegen des Chemieunfalls geläufig war? Nach einer Explosion, bei der im Jahre 1984 kamen je nach Schätzung bis zur 28.000 Menschen in der Giftgaswolke ums Leben. Die Folgen sind bis heute spürbar, wie sich in diesem Artikel zeigt.

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