Oaxaca, 6.10.98

Hi Leute,

für alle, die es noch nicht anscheisst (upps, entschuldigt das Wort) gebe ich wieder einmal meine Koordinaten durch. Ich befinde mich momentan in Oaxaca, einem wirklich hübschen Kolonialstädchen. Das Wetter ist (weil Nachmittag) ein bisschen regnerisch, aber mit 25° eigentlich von der Wärme her sehr angenehm.

Kinder in San Christobal

Kinder in San Christobal, Chiapas

Morgen werde ich mir wieder einmal ein paar Steinhaufen (man nennt diese im Fachjargon Zona Archeologica de Monte Alban) und dann in ein paar Tagen weitersehen. Eine langsame Rückreise via Puebla und Xalapa ist geplant. Mal sehen…

Von Panajachel bin ich im Eiltempo durch den Norden Guatemalas gereist. Ich übernachtete nur einmal in Chichicastenengo und Quetzaltenango. Die Landschaft war wunderschön. Liebliche kleine Hügel. Allerdings war es mir nicht sehr wohl, weil ich gehört habe, dass diese Gegend gefährlich sei und das amerikanische Aussenministerium empfiehlt, diese Route nicht zu nehmen. Aber wir wissen ja alle, wie wenig diese amerikanischen Infos wert sind, deshalb nahm ich diese Route trotzdem. Passiert ist mir natürlich nichts, aber es war schon seltsam, wie wir an mehreren ausgebrannten Bussen vorbeifuhren. Ich fragte mich da immer, was wohl passiert war. Vor allem Quetzaltenango war eine recht schöne Stadt aber nachts unheimlich kalt. Ich traf hier oben keinen einzigen Touristen, was ich mit einer Mischung aus Wohlwollen aber auch Skepsis aufnahm. Am nächsten Tag über die Grenze nach Mexico zurück, wo mir der Döddel an der Grenze nur ein 10 Tage Visum gab, obwohl ich ihm erklärte, dass das Visum meiner ersten Einreise noch weiter mehr als 10 Tage gegolten hätte und dass mein Flugzeug in zwölf Tagen ginge. Nichts zu machen: ich solle das Visum irgendwo verlängern. Naja!

Unter übermässiger Militärpräsenz ging es durch den Chiapas nach San Christobal. Ein recht nettes Städtchen, wo ich mich mit der Rezeptionistin der Jugendherberge anfreundete und mit ihr Billard spielen ging. Einmal ritt ich sogar in ein nahegelegenes Dort. Obwohl ich furchtbare Angst auf dem Pferd hatte, trieb der Junge, welcher mitkam, das Pferd in den Galopp… zum Glück kann man sich dort oben am Sattelknauf festklammern.

Nach ein paar Tagen fuhr ich dann nach Oaxaca weiter. Es beginnt mich langsam zu beengen, dass ich nur noch etwas mehr als eine Woche habe und mir noch so viele Sachen gerne ansehen würde. Das schöne daran ist ja, dass man sich die Option offen hält, noch einmal zu gehen, wenn man nicht alles gesehen hat.

In dem Sinne, schönen Abend, oliver

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