Kapas: Sonnenbrand an den einsamen Stränden

Der Strand von der Insel Kapas

Da ich wusste, dass eine Reise in Indien kein Schokoladekuchen-Essen sein würde, entschloss ich mich, von Peking nach Kalkutta ein paar Tage in Malaysia zu bleiben. Dass ich ausserdem  mit einem Flug mit dem malaysischen Low-Cost-Carrier Air Asianoch Geld sparen konnte, hat mich in meinem Entscheid bekräftigt. Ich fuhr also unverzüglich nach Cherating, wo ich vor etwa zehn Jahren schon einmal und was sich als ein hervorragender Ort empfahl, um die doch etwas lange Busreise zu unterbrechen. Der Ort hatte sich seither kaum verändert. Es gibt noch immer die gleichen Barik-Tücher, die man überall malen kann. Nur das Guesthouse, in dem ich damals mit dem Besitzer anfreundete, hatte ein anderes Gesicht.

Aussicht von meiner Unterkunft nach dem Sturm am ersten Abend.

Das eigentlich Ziel meiner Reise war allerdings die Insel Kapas, eine kleine, mit Dschungel bewachsene Insel, die rund zehn Kilometer in südöstlicher Richtung vor der Küste von Kuala Terengganu liegt. Erreicht werden kann sie mit einem kleinen Boot vom Fischerdorf Marang. Als ich das Ticket kaufte, musste ich zunächst meinen Rucksack in eine wasserdichte Tasche verstauen. Dabei wurde ich gedrängt, mich zu beeilen. „Ein Sturm zieht auf“, war die wenig beruhigende Begründung. „Der Wellengang wird jede Minute höher.“ Die Überfahrt war dann auch alles andere als annehm. Das kleine Boot, in dem rund zehn Leute Platz finden konnte, erlebte bei jeder Welle einen Schlag, der direkt in den Rücken ging. Das aufspritzende Salzwasser vermischte sich mit den bereits fallenden Regeltropfen. Um frühzeitig auf der Insel anzukommen, fuhr der Schiffer so schnell es ging.

In solchen kleinen Booten fährt man nach Kapas und zurück

Kapas selbst jedoch trotz, oder vielleicht auch gerade wegen der beschwerlichen Anreise, ein kleines Paradies. Nach wenigen Minuten war mir klar, dass dies die bisher schönste tropische Insel war, die ich je besuchte. Ich checkte in einem Hotel ein, dass gerade bei Pier lag. Hier konnte man auch gleich etwas essen oder auf einer Hängematte dem Inseltreiben zu sehen – wobei es meistens kaum etwas zusehen gab. So verbrachte ich dann auch die meiste Zeit damit, etwas zu lesen, im Hotelzimmer über mein cooles Asus-Netbook, das ich mir eigens für diese Reise zu einem Spottpreis angeschafft habe, Filme zu schauen, oder an den weissen Sandstränden zu baden.

Besuchtipp: Weil Insel ja nicht gleich Insel ist, wollte ich hier noch kurz ein Infopartal zu Bora Bora erwähnen, das ein Bekannter kürzlich gestartet hat.

 

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