Gunung Bromo: Blick in den Vulkankrater

Blick von Cemoro Lawang auf den Gunung Bromo.

Kurz bevor ich China verließ, hatte mir ein Arbeitskollege das Bromo-Gebiet empfohlen. Die bizarre Vulkanlandschaft sei eines der Highlights von Indonesien. Tatsächlich: Die Region ist ausgesprochen eindrücklich. Hätte ich bloß mehr Zeit dafür eingeplant.

Die Unterkünfte in Cemoro Lawang haben eine hohe Fluktuation: Als ich gegen 16 Uhr eincheckte, war das Hotel noch zur Hälfte leer, zwei Stunden später voll ausgelastet und am nächsten Mittag war bereits niemand mehr dort. Die meisten Besucher bleiben einen Tag. Sie stehen gegen drei Uhr auf, unternehmen eine zweistündige Wanderung auf eine Aussichtsplattform, die jeden Morgen zum Bersten voll ist, um dort den Sonnenaufgang zu sehen. Anschließend spazieren sie zum Vulkan und schauen in den Krater rein. Ich hatte keine Lust, so früh das Bett zu verlassen, zumal ich seit Tagen wegen den lärmigen Moscheen nicht gut geschlafen habe.

Erst kurz nach Sonnenaufgang stehe ich auf und spaziere zum Gunung Bromo. Die Landschaft ist einzigartig. Das Dorf Cemoro Lawang liegt gerade auf einem Kraterrand. Ihn muss ich durchqueren, um zum Vulkan Bromo zu kommen. Der rund 40-minütige Spaziergang durch diese Senke ist eine staubige Angelegenheit.  Der Boden besteht aus feiner Vulkanasche, was sich wie bester Sand anfühlt. Doch im Gegensatz zu Sand lässt sie sich leichter aufwirbeln. Jeder Schritt hinterlässt eine kleine Wolke. Immer wieder kommen Einheimische auf Pferden angaloppiert, um ihre Transportdienstleistung anzubieten. Auch sie bringen eine immense Staubwolke mit sich.

Die rund 40-minütige Wanderung zum Vulkankrater ist eine staubige Angelegenheit.

Viele Reisende haben die Gegend als Mondlandschaft bezeichnet. Auch wenn dies nicht abwegig ist, beschreibt es meiner Meinung nach den Ort nicht ganz. Das Besondere ist nämlich, dass lediglich der Weg zum Bromo durch eine Wüstenlandschaft führt. Die umliegenden Berge wie beispielsweise der Vulkan Botok sind in leuchtendes Grün gehüllt.

Der Aufstieg zum Vulkan ist leicht. Eine Betontreppe führt in einem wenige Minuten an den Kraterrand. Hier befindet sich eine Schulklasse mit etwa 14 bis 16 Jahre alten Jugendlichen. Sie posieren vor dem Kraterrand und rufen sich Sätze auf Englisch zu wie: „You are so beautiful!“ Als sich danach jeder einzelne mit mir ablichten wollte, zeigte sich, dass es mit den Sprachkenntnissen nicht sehr gut bestellt war.

Blick in den Vulkankrater.

Da ich für den Trip etwas wenig Zeit eingeplant hatte, musste ich am Abend wieder ins Tal fahren. Das Sammeltaxi fährt die steile Straße runter, die alleine schon die Reise wert gewesen wäre. Der Weg führt vorbei an tiefen Tälern, süßen Dörfern und immer wieder gewaltigen Sträuchern mit Engelstrompeten, die vielleicht erklären, wieso der Hippietrail früher auch durch Indonesien führte.

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