Galle: Das Fort der Todesspringer

Das Fort von Galle ist ein beliebtes Ziel für Schulreisen

Ein markanter Leuchtturm und zahlreiche Häuser: So präsentiert sich Galle den Besuchern. Das Fort, das nur wenige Kilometer westlich von Unawatuna liegt, war ursprünglich anno 1663 von den Holländern errichtet worden. Und noch heute steckt das historische Städtchen voller Leben. Man kann den Fischern bei der Arbeit zusehen oder sich in den zahlreichen kleinen Läden mit Souvenirs eindecken.

Galle verfügt über mehrere Kirchen.

Es ist ein heisser und drückender Tag, den ich mir ausgewählt habe, um das Fort zu besuchen. Die dunklen Wolker, die am Horizont aufzogen, liessen nichts Gutes erwarten. Doch da ich bereits am letzten Tag meiner Reise angekommen bin, konnte ich meinen Besuch des Forts nicht aufschieben. Ich gab allerdings die ursprüngliche Idee auf, mir einen Roller zu mieten und mit diesem den Ort zu erkunden.

Das Fort besitzt heute zwei Eingänge. Ursprünglich konnte man nur durch einen schmalen Durchgang ins Innere gelangen, der durch ein Haus führt. Das rund zehn Meter lange Tunnel ist so eng, dass sich selbst zwei Tuktuks nur schwer kreuzen können. Weil sich im vergangenen Jahrhundert nicht nur die militärische Bedrohung änderte, sondern auch das Verkehrsverhalten, wurde ein zweites, grösseres Tor in die Schutzumwallung geschlagen, durch das ich nun das Städtchen erreiche.

Einer der besten Orte, um eine Foto zu machen, sind die Mauern im Südwesten des Forts. Von hier aus hat man einen Blick über ganz ganze Städtchen. Das hatte mir zuvor ein Reisender als Tipp mit auf den Weg gegeben. Als ich an der Ecke ankomme stelle ich fest, dass ich nicht der einzige bin, der diesen „Geheimtipp“ kennt. Vier junge Schüler kommen zu mir und erzählen mir zuerst, wie gefährlich es ist, an dieser Stelle ins Wasser zu springen. Nach ein paar Sekunden erklären sie jedoch, dass sie es für zehn Dollar wagen würden. Ich lehne ab. Sollte doch etwas passieren, würde ich mir nur Vorwürfe machen.

Im Innern der Bibliothek von Galle.

Die Wolken ziehen immer dichter auf und es beginnt zu regnen. Nach wenigen Minuten sind alle Passanten bis auf die Haut nass. Ich hatte Glück, dass ich gerade neben der öffentlichen Bibiothek sass, als die ersten Tropfen kamen. So blieb ich also in der Leihbücherei und wartete auf das Ende des Regens. Nur soviel: Zum Glück gabs hinreichen viele Bücher und Magazine.

Am nächsten Tag fuhr ich nach Colombo zurück. Weil ich jedoch keine vernünftige Unterkunft fand und Negombo näher als Flughafen liegt, verbrachte ich meine letzte Nacht wieder am gleichen Ort wie meine erste.

 

One Response to Galle: Das Fort der Todesspringer

  1. xx sagt:

    hi, habe nicht gewusst, dass du jetzt neue Reiseblog hast. Habe nur mal dieser Reisebericht gelesen, finde aber sehr gut, wie du es schreibst. Werde weiterlesen.
    lg
    xx

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