Category Archives: Kambodscha

Grüner Curry und Sushi, Bangkok, 18.10.01

Liebe Leute,

Angkor Wat in Kambodscha

während ich nun auf meinen Flug nach Hause, oder vielleicht kurzfristiger gesehen auf ein Abendessen mit einer Reisebekanntschaft warte, finde ich wieder Zeit, ein paar Zeilen ins Netz zu jagen – nicht nur um meine neuesten Geschichten loszuwerden, sondern auch um mich zuhause wieder anzumelden. Wenn ihr das lest, werde ich vermutlich schon zu Hause in meinem eigenen Bettchen meinen Jetlag ausschlummern…

Seit ich das letzte Mal geschrieben habe, ist viel geschehen. Das meiste jedoch in einer Weise, welche sich nur schwer zu Papier (Tastatur) bringen lässt. Zuerst bin ich in den Süden Thailands gefahren, da ich ein paar Tage zu überbrücken, bis mein Flug nach Tokio losgehen würde. Ich nahm also den nächsten Bus nach Süden und strandete auf einer kleinen Insel, die für ihre Vollmondparties bekannt ist. Muss ich erwähnen, dass ich genau einen Tag nach Vollmond ankam? Wie auch immer: mir war eh nicht sonderlich nach Party, weshalb ich einen der abgelegen Strände bevorzugte, wo ich die Tage im Wasser (entweder war ich im Meer oder es regnete) verbrachte. Ich glaube nicht, dass ich da viel beschreiben muss – weisser Sand, blaue Wogen und Attacken von fallenden Kokosnüssen kann sich ja jeder selber vorstellen.

Khmertankstellen und klimatisierte Verschwörungstheorien, Bangkok, 23. 9. 01

Ein fröhliches Sawasdih ka/kop möge von mir in die Runde geworfen sein!

Inzwischen habe ich Laos verlassen und sitze nun in mitten der bangkok’schen Zivilisation und geniesse es, mal wieder Zugang zum Internet zu haben, eigentlich überhaupt über Strom zu verfügen… Wieso? Vielleicht doch der Reihe nach: Obwohl sich Vientiane wie erwähnt stark verändert hat, habe ich die Zeit dort sehr genossen. Ich konnte dieses neue Gesicht lieb gewinnen. Es ist seltsam, dass es mich irgendwie stört, wenn die alten zusammenfallenden Häuser renoviert werden um wieder im alten Glanze zu scheinen.

Champasak: Das Angkor Wat im Taschenformat

Doch dieser Politur entfloh ich bald: nach Savannaketh. Das ist die zweitgrösste Stadt in Laos und eigentlich eine Geisterstadt. Es wohnen zwar Leute drin, aber keine Ahnung was die treiben… viele Häuser und noch viel mehr Strassen sind seit der Unabhängigkeit nicht mehr angefasst worden und das sieht man. Mitten im Zentrum (auch wenn die meisten Leute, die dort wohnen der Meinung sind, dass die Stadt kein Zentrum habe, sondern einfach nur eine Stadt sei) zwischen Kirche und Brunnen steht eine Tankstelle. Sie ist seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb, und mehr noch als die verrosten Zapfsäulen, verraten die Preisschilder, welche angeben wie viele Kip der letzte der dort getankt hatte, ausgeben musste, das wahre Alter. Über den Daumen gepeilt (Inflation mal Handgelenk oder so…) etwa zehn Jahre.

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