Category Archives: Indien

Kalkutta: Unterwegs mit der letzten Strassenbahn Indiens

Das Victoria Memorial ist eines der Wahrzeichen von Kalkutta.

Nach einer recht unbeschwerlichen Bahnfahrt von Varanasi begann Kalkutta gleich mit einer Enttäuschung: Ich hatte hier eigentlich Kerry treffen wollen. Die gute Freundin von mir hatte im vergangenen Jahr bei uns in Peking auf der Redaktion  ein Praktikum gemacht und arbeitet nun als Flugbegleiterin bei Lufthansa.

Varanasi: Die Stadt des Lichts

Mädchen, das an den Ghats von Varanasi Henna-Farbe verkauft.

Wie zuvor in Agra war ich mir auch bei Varanasi nicht sicher, ob ich die heilige Stadt wirklich besuchen soll. Ich hatte Respekt vor den verrückten Heiligen, die nackt durch die Gegend ziehen, der regelrechten Sterbeindustrie am Gangesufer und dem unglaublichen Schmutz, von dem alle Reisenden berichten. Dazu kam, dass es unter den Touristen, die man in Indien immer wieder trifft, einen Diskurs gibt, der Varanasi zu einem Heiligtum des Backpackens stilisiert: Wer Varanasi übersteht, der ist indientauglich.

Bhopal: Ein Nachmittag im ethnologischen Museum

Eines der Ausstellungsobjekte im ethnologischen Museum von Bhopal.

Ich weiss nicht, was es war, das den Ausschlag gegeben hat, die Reise in Bhopal zu unterbrechen. Vielleicht weil der Name wegen des Chemieunfalls geläufig war? Nach einer Explosion, bei der im Jahre 1984 kamen je nach Schätzung bis zur 28.000 Menschen in der Giftgaswolke ums Leben. Die Folgen sind bis heute spürbar, wie sich in diesem Artikel zeigt.

Mandu: Die verlassene Welt auf dem Bergkamm

Das Grabmal des Hoshang Shah soll das Vorbild für das Taj Mahal gewesen sein.

Mandu hat seinen Namen verdient: Übersetzt man ihn ins Deutsche, heisst er so viel wie „Stadt der Freuden“ oder „Stadt der Wonnen“. Oder sagen wir besser: Mandu hat sich den Namen teilweise verdient. Der Begriff „Stadt“ ist nämlich für das winzige Dorf im südwestlichen Madhya Pradesh wahrlich nicht angebracht. Von einer Art Dorfzentrum führen nur gerade drei oder vier Strassen in unterschiedliche Richtungen. In jede Richtung ist man nach einem zehnminütigen Fussmarsch auf den Feldern bei den Bauern. Dabei war das Dorf einst ein wichtiger und wohlhabender Ort. Etwa um das Jahr 1400 wurde Mandu zur Hauptstadt des Sultanats Malva erkoren und bis 1561 unabhängig regiert. Danach fiel sie in die Hände des Mogulherrschers Akbar, hatte jedoch als als Fürstenstaat bis zur Unabhängigkeit Indiens Bestand.

Maheshwar: Hungrig am Fluss

Abendstimmung am Ufer des Maheshwar. Treppen führen ins Wasser des heiligen Flusses. Die kleinen Häuser erinnert mich ein bisschen ans Käppeli-Joch in meiner Heimatstadt.

Für Wang begann der Abend in Maheshwar alles andere als angenehm: Da wir noch am Abend etwas von der entspannten Kleinstadt (Rund 20.000 Einwohner) sehen wollten, legten wir nach unserer Ankunft und der etwas schwierigen Suche nach einer Unterkunft nur kurz unser Gepäck in das Hotelzimmer.Doch in dieser kurzen Zeit hatte sich ein Insekt, so etwas wie eine rote Wespe, in ihren Pulli versteckt und stach sie in die Hand als sie diesen wieder anziehen wollte. Innerhalb von wenigen Minuten schwoll die Hand an, gleichzeitig ließ der Schmerz etwas nach.

Omkareshwar: Regen auf der heiligen Insel

Der Fluss durch Omkarashwar bildet das Zentrum der Ortschaft.

Omkareshwar ist ein bedeutender Pilgerort für Hindu. Das Bemerkenswerte ist, dass es hier in einem Fluss eine Insel gibt, die wie das Zeichen Om aussieht. Ich habe mir die Insel allerdings später auf Google Maps angeschaut (siehe hier) und kann beim besten Willen nicht erkennen, wie jemand auf die Idee kommt, dass die Insel und das Zeichen auch nur eine annähernd ähnliche Form haben. Das spielt allerdings keine Rolle, da man vor Ort das heilige Zeichen ohnehin nicht erkennen könnte.

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