Monthly Archives: Mai 2010

Perhentian-Islands: Baden zwischen den Booten

Am Strand der Perhentian-Inseln.

Nachdem ich im Februar von der Insel Kapas begeistert war, wollte ich doch noch mehr Orte vor der malaysischen Küste abklappern. Auf Grund meines chinesischen Lohns war es nicht schwer, einen passenden Ort zu finden: Die Perhentian-Inseln. Alles andere wäre zu teuer geworden.

Taman Negara: Ausser Echse nichts gewesen

 

Der Canopy Walk führt auf rund 40 Metern Höhe durch die Wipfel des Urwalds im Taman Negara

Es herrschte Hektik in Taman Negara. „Check-in?“, fragt Joe, der Guesthouse-Besitzer, eine kleine Holzhütte mit drei kleinen Massenschlafsälen. „Sucht euch einfach zwei Betten aus und sagt mir später, wo ihr seid.“ Der Grund für die Hektik: Ein Tourist war im Urwald verschwunden. Vor drei Tagen war der junge Mann alleine aufgebrochen und bis jetzt immer nicht zurückgekommen. Nun wollte der Besitzer des Guesthouses, in dem wir unterkamen, einen Suchtrupp zusammenstellen. Mit anderen Leuten aus dem Dorf werden sie den Wald  durchkämen und systematisch nach dem Vermissten suchen.

Kalkutta: Unterwegs mit der letzten Strassenbahn Indiens

Das Victoria Memorial ist eines der Wahrzeichen von Kalkutta.

Nach einer recht unbeschwerlichen Bahnfahrt von Varanasi begann Kalkutta gleich mit einer Enttäuschung: Ich hatte hier eigentlich Kerry treffen wollen. Die gute Freundin von mir hatte im vergangenen Jahr bei uns in Peking auf der Redaktion  ein Praktikum gemacht und arbeitet nun als Flugbegleiterin bei Lufthansa.

Varanasi: Die Stadt des Lichts

Mädchen, das an den Ghats von Varanasi Henna-Farbe verkauft.

Wie zuvor in Agra war ich mir auch bei Varanasi nicht sicher, ob ich die heilige Stadt wirklich besuchen soll. Ich hatte Respekt vor den verrückten Heiligen, die nackt durch die Gegend ziehen, der regelrechten Sterbeindustrie am Gangesufer und dem unglaublichen Schmutz, von dem alle Reisenden berichten. Dazu kam, dass es unter den Touristen, die man in Indien immer wieder trifft, einen Diskurs gibt, der Varanasi zu einem Heiligtum des Backpackens stilisiert: Wer Varanasi übersteht, der ist indientauglich.

Bhopal: Ein Nachmittag im ethnologischen Museum

Eines der Ausstellungsobjekte im ethnologischen Museum von Bhopal.

Ich weiss nicht, was es war, das den Ausschlag gegeben hat, die Reise in Bhopal zu unterbrechen. Vielleicht weil der Name wegen des Chemieunfalls geläufig war? Nach einer Explosion, bei der im Jahre 1984 kamen je nach Schätzung bis zur 28.000 Menschen in der Giftgaswolke ums Leben. Die Folgen sind bis heute spürbar, wie sich in diesem Artikel zeigt.

Mandu: Die verlassene Welt auf dem Bergkamm

Das Grabmal des Hoshang Shah soll das Vorbild für das Taj Mahal gewesen sein.

Mandu hat seinen Namen verdient: Übersetzt man ihn ins Deutsche, heisst er so viel wie „Stadt der Freuden“ oder „Stadt der Wonnen“. Oder sagen wir besser: Mandu hat sich den Namen teilweise verdient. Der Begriff „Stadt“ ist nämlich für das winzige Dorf im südwestlichen Madhya Pradesh wahrlich nicht angebracht. Von einer Art Dorfzentrum führen nur gerade drei oder vier Strassen in unterschiedliche Richtungen. In jede Richtung ist man nach einem zehnminütigen Fussmarsch auf den Feldern bei den Bauern. Dabei war das Dorf einst ein wichtiger und wohlhabender Ort. Etwa um das Jahr 1400 wurde Mandu zur Hauptstadt des Sultanats Malva erkoren und bis 1561 unabhängig regiert. Danach fiel sie in die Hände des Mogulherrschers Akbar, hatte jedoch als als Fürstenstaat bis zur Unabhängigkeit Indiens Bestand.

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