Monthly Archives: April 2010

Bundi: Im Palast der wilden Tiere

Der Palast von Bundi thront majestätisch über der Stadt

Auf der Fahrt nach Bundi geschah etwas Außergewöhnliches: Wir kamen schneller an, als vorgesehen. Was eigentlich erfreulich war, wurde jedoch durch die Tatsache getrübt, dass uns der Bus gegen vier Uhr früh auf einem düsteren Marktplatz absetzte. Wir mussten also eine Rikscha nehmen, um in das Hotel zu gelangen, das wir uns ausgesucht hatten. Doch dort reagierte man nicht auf unser Klopfen und Klingeln. Wir warteten vor der bunt verzierten Tür des historischen Gebäudes und hofften, dass doch noch jemand aufmacht.

Udaipur: in den Fußstapfen von James Bond

 

Vor einem der Zenotaphen in der Nähe von Udaipur.

Der Eingang zum Stadtpalast von Udaipur

Mike hatte uns auf der Straße angesprochen. Der Inder, der sich einen modischen englischen Namen gab, hat sein kleines Haus in ein Hotel mit drei Zimmern umgebaut. Es gab sogar den Blick frei auf den Pichola-See, dazu musste man allerdings auf die Dachterrasse klettern und auf die Zehen stehen, um das Gewässer zwischen zwei Häusern zu erahnen.

Ajmer: Fototermin am Stausee

Am Ana Seger See

Es war nicht geplant, mehr als ein paar Stunden in Ajmer zu verbringen, das nur 12 Kilometer von Pushkar entfernt liegt. Wir wollten eigentlich nur schnell in den Bahnhof, eine Fahrkarte kaufen und dann mit dem nächsten Zug weiter. Aber einmal mehr musste ich erfahren: In Indien kann man nicht spontan Zug fahren. Als wir am Bahnhof ankamen, gab es zunächst eine lange Schlange am Schalter und dann die übliche Antwort: dass ich schon wieder am falschen Ort angestanden bin. Es wäre natürlich sehr viel einfacher, die Tickets übers Internet zu reservieren. Aber dafür braucht man einen Printer, um die Fahrkarte schliesslich auszudrucken. Wir hatten aber Glück im Unglück und ein Billet für den nächsten Tag nach Udaipur. Damit war ich ganz zufrieden.

Pushkar: Heiliger Staub in der Senke

Beim Besuch war der Pushkarsee beinahe ausgetrocknet.

Pushkar ist, wie so viele andere Städte in Indien auch, ein heiliger Ort. Im Zentrum befindet sich der kleine Pushkarsee, wohin jährlich viele gläubige Hindus pilgern, um sich reinzuwaschen und ihre Familie und Gesundheit zu segnen. Darum herum befinden sich 52 Ghats, also Treppen über die Gläubigen ins heilige Wasser herabsteigen konnten. Als wir allerdings den See aufsuchten, war er nicht mehr als eine staubige Bodenabsenkung. Nur am Rande gab es ein paar wenige kleine, künstliche Becken, die mit Wasser gefüllt waren. Die Bilder in den zahlreichen Verkaufsständen rund um den See liessen jedoch ahnen, dass der Ort während der richtigen Reisezeit durchaus sehr charmant sein kann.

Agra: Das Taj Mahal zum Geburtstag

Mein Geburtstagsgeschenk: Ein Besuch des Taj Mahals

Nachdem ich Wang Yuan Yuan in Delhi vom Flugplatz abgeholt habe, fuhren wir direkt weiter nach Agra. Da es mir einmal mehr nicht gelang, ein Zugticket zu beschaffen, entschlossen wir uns, den Bus zu nehmen, zumal es hieß, dass die Fahrt nur etwa vier Stunden dauern würde. Nun, das war eine Fehlentscheidung. Die Fahrt durch die brütende Hitze dauerte sieben Stunden. Alle Fenster waren weit offen und der Wind trocknete die Passagiere nach und nach aus. Ich spürte, wie ich in dem glühenden Metallkasten zunehmend lethargisch wurde. Dieses Gefühl kannten wohl auch die kleinen Jungen, die jeweils – kurz bevor der Bus abfuhr – durch das Fenster Wasser verkauften. Zwei Mal geschah es, dass ich, nachdem wir schon weiter gefahren waren, feststellte, dass die Flasche nicht versiegelt war. Offenbar hatten die Jungen irgendwo eine gebrauchte Flasche gefunden und diese mit Leitungswasser aufgefüllt. Trinken konnte man das Zeugs natürlich nicht. Aber das war nicht so schlimm. Die PET-Flasche eignete sich trotzdem hervorragend, um sich die Haut ein bisschen abzukühlen.

Delhi: Die Sorgen der chinesischen Botschaft

Der Park vor dem India Gate in Neu-Delhi dient den Leuten als Naherholungszone.

Wenn indische und chinesische Bürokratie aufeinanderstossen, kann nichts Gutes heraus kommen – ausser vielleicht einem erneuten Besuch von Malaysia. Aber dazu später. Ich war nach Delhi gereist, um einerseits Wang Yuanyuan, abzuholen, mit der ich die nächsten fünf Wochen zusammen weiterreisen wollte, und um ein neues Visum für China zu beantragen.

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