Monthly Archives: April 2005

Südliche Fotografen und schwache Staatskarrosen (22.4.05)

Hallo liebe Leute,

Pressekonferenz mit dem Bundespräsidenten Schmidt

gestern hatte ich zum ersten Mal Probleme mit den zahlreichen Ordnungshüttern in Japan – und das erst noch in der Provinz, die allgemein am ordnungsfeindlichsten gilt: Okinawa. Der Grund für den Zwist war, dass ich der Meinung nachhing, dass ich die Zeit zwischen meiner Ankunft um Mitternacht und meinem Abflug am frühen Morgen des nächsten Tages auf dem Flughafen der Südinsel verbringen könne. Diese Ansicht teilte jedoch der Wachmann nicht, der um 12 Uhr den Flughafen dicht machen wollte (kleine Frage in Klammern: habt ihr schon jemals einen internationalen Flughafen gesehen, der nicht rund um die Uhr offen war?).

Gebunkerte Eier und betonierte Medienvertreter

Hallo Leute,

Blutonsen in Beppu

schon wieder gab es ein Erdbeben hier und das hat mich erinnert, dass mal wieder Zeit ist, Euch von meinem japanischen Leben zu erzählen. Das Beben gestern früh hatte eine Stärke von 6,2 in seinem Epizentrum in Chiba (Nachbarprovinz von Tokyo), aber es hat auch hier noch eindrücklich gewackelt, wenngleich mir von Einheimischen versichert wurde, dass das nicht so stark gewesen sei. Die Nachrichtenagentur Reuters schreib dazu allerdings, dass es das stärkste Beben in Tokyo seit 5 Jahren gewesen sei. Nun bin ich natürlich verunsichert, wem ich glauben soll, denn seit der Lektüre eines sehr spannendes Buches (Dogs and Demons von Kerr ) weiß ich, dass in Japan nicht nur im Alltag eine Art Orwell’sches Double-think herrscht, sondern dieses System auch in den Massenmedien so stark verbreitet ist, dass Japan auch ohne eigentlich Zensur auskommt. Das will ich hier allerdings nicht weiter ausbreiten, da man das besser fundiert und auch ausführlicher im oben genannten Buch nachlesen kann.

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